MARTIN DROSCHKE

Von Hundefressern und Zwiebeltretern ( Lesung )

Ortsschimpfnamen: Die böse Seite der fränkischen Gemütlichkeit

 

Der Franke gilt als äußerst maulfaul. Zurecht! Denn er hat es nicht so mit der Sprache. Wenn es aber darum geht, seine Nachbarn zu verspotten, sprudeln Neid und vorsätzliche Niederträchtigkeit nur so aus ihm heraus. Zungenausreißer, Buddnscheißer, Wolfshenker, Wasserpolacken  – beinahe jede Stadt und jedes Dorf hat von seinen Nachbarn einen bitterbösen Spitznamen abbekommen. Aus einem Fundus von weit über 3.000 solcher typisch fränkischen Verunglimpfungen hat der Autor Martin Droschke, der in Coburg und damit bei den Speckbayern zuhause ist, 71 ausgewählt und sich auf die Suche nach ihren Hintergründen gemacht, die bisweilen 400 Jahre in die Geschichte zurückreichen. Ergebnis ist das Buch „Von Hundefressern und Zwiebeltretern – wie die Franken ihre Nachbarn nennen und warum“. Humor muss man als Zuhörer mitbringen für Droschkes kurzweilige Entdeckungsreisen auf der derben Seite der fränkischen Gemütlichkeit. Bitte aber auch jene Ortsschimpfnamen, die man zum Beispiel am Wirtshaustisch selbst gerne in den Mund nimmt bzw. die in und um Sonnefeld noch heute zum guten Ton gehören. Martin Droschke, der bisher mit fachkundigen Büchern über Frankens Bierkultur aufgefallen ist, wird nicht nur aus seinem etwas anderem Ausflugs(ver)führer vorlesen. Gemeinsam mit dem Publikum will er auch versuchen zu entschlüsseln, worauf die mitgebrachten Ortsschimpfnamen anspielen, was dahinterstecken könnte. 

 

„Niemand beleidigt so kreativ wie die Franken.“

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