Rolf Miller

Kabarett

Keiner sagt so schön nichts wie Rolf Miller. Die Presse schreibt „Sternstunde des Stotterns und Stammelns“... über das man permanent lachen muss und deshalb gar nicht gleich merkt, welche Abgründe uns Miller da verschleiert...

Immer indirekt, immer nebensächlich, geradezu unbeteiligt jubelt uns der grandiose Satiriker das bedeutungslose Nichts unseres Seins unter, mit brutalem Gefühl fürs Gespür. Lebe nicht dein Leben, träume deinen Traum, denn das Ziel ist im Weg. -Äh, hä!? - Genau. Miller zeigt dir den Traum deiner Ziele.

Shows:

ICH SAG NIX

Keiner sagt so schön nichts wie Rolf Miller. Die Presse schreibt „Sternstunde des Stotterns und Stammelns“... über das man permanent lachen muss und deshalb gar nicht gleich merkt, welche Abgründe uns Miller da verschleiert...

Immer indirekt, immer nebensächlich, geradezu unbeteiligt jubelt uns der grandiose Satiriker das bedeutungslose Nichts unseres Seins unter, mit brutalem Gefühl fürs Gespür. Lebe nicht dein Leben, träume deinen Traum, denn das Ziel ist im Weg. -Äh, hä!? - Genau. Miller zeigt dir den Traum deiner Ziele.

Aber steht ICH SAG NIX vielleicht auch für „darf man noch alles sagen?“- „Wenn Frauen streiten sitzt der Teufel im Eck und lernt.“ Darf man über sowas noch lachen? Oder wird hier eh von 3 Sat, Pro 7 usw. aus politischer Hyperkorrektness zensiert, weil dort von der Spaßpolizei Satire nicht mehr verstanden wird wegen intellektueller Verstümmelung? Der Kritiker vom Elch ist heut selber welch? Dazu noch das sehr schnelle beleidigt sein einzelner Gruppen, wenn sie selbst Ziel der Pointe sind. Bitte immer nur auf die anderen, gelle? Oder ist Miller sogar selbst zu feige und weicht aus, sagt freiwillig lieber nix? Braucht er gar nicht den superspießigen Systemling, der ihn mundtot macht...

Nein: Rolf Miller schert das Null. Im Gegenteil, jeder hat das Recht beleidigt, verarscht und geprügelt zu werden. Es ist eine Stilfrage wie die Gemeinheiten, die uns das Leben versüßen, verabreicht werden. Wir verzeihen Miller das Gift, er kann nicht anders. Es bleibt schwarz, es bleibt böse. Das WIE ist entscheidend, nicht das WAS. Das Satt-Ekeln geht weiter. Wenn Sie mit den folgenden Sätzen Probleme haben, kommen Sie lieber nicht in Millers Programm: Familienplanung ist immer Geiselnahme und Erpressung in einem / Wenn der BMI höher ist als der IQ / Nein heißt Nein, aber Ja heißt Ja / Wie war die Stimmung in der DDR: hielt sich in Grenzen / Nicht jeder Araber ist Terrorist, aber jeder Terrorist ist Araber / Samenspender:Innen

Also, vielleicht sehen wir uns das nächste Mal, wenn wir uns treffen!!

WENN NICHT WANN DANN JETZT!

Mit „WENN NICHT WANN DANN JETZT“ wird Rolf Miller eines mit Sicherheit erneut schaffen: elegant stolpernd den Elefanten im Raum zu umgehen. Denn das ist seine Figur: stur wie ein Sack Zement - was nur dank seines Humors erlaubt sein kann. Grandios ignorant, vital dumpf und komplett halbwissend. Wie immer gibt der Comedian stoisch genau den Fels in der Brandung, der mit Zuversicht wegschaut, vollmundig zu wichtigen Themen alles und dabei garantiert nichts sagt; und natürlich alles bemerkt, nur nicht das eigene Scheitern. Je mehr um ihn herum alles zusammenbricht, desto mehr können wir nicht fassen, wie dieser Gockel nicht merkt, was los ist. „Er merkt’s einfach nicht“, würde man im echten Leben sagen.

Zum Glück bleibt dieses gemeingefährliche Vehikel auf einer Bühne. „Konträrfaszination“ sagte einst Roger Willemsen dazu: der Betrachter kann herabschauen, wenn er das Dschungelcamp sieht, und sich deshalb ergötzen. Konträr zum Täter. Miller gelingt aber der „schmale Spagat“, wie er es falsch nennen würde; das Vorführen seiner Figur einerseits, aber auch darin spiegelnd unser eigenes Versagen andererseits, darzustellen; zum Glück mit seinen Registern der kaum überhöhten Satire, mit eben genau der Leichtigkeit, die wir von ihm kennen - und deshalb gar nicht gleich bemerken, wie er den Elefanten zumindest betäubt: „...wenn nicht wann, äh dann ... jetzt ... also äh ... vom Ding her ... praktisch..“ Es-genügt-nicht-sich-keine-Gedanken-zu-machen-man- muss-auch-unfähig-sein-sie auszudrücken-Teil 8!!!

Rolf Millers 8. Programm! Spätestens mit „Kein Grund zur Veranlassung“ und „Tatsachen“ gelang der endgültige Durchbruch - mit „Alles andere ist primär“ und „Obacht“ konnte der brillante Satiriker nicht nur anknüpfen, sondern noch mehr Publikum erreichen.

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